Jubiläumskonzert am 22. Oktober
Das Jahr 2011 steht für den Liederkranz 1836 Donzdorf e.V. ganz im Zeichen seines 175-jährigen Bestehens. Das Festkonzert unter dem Motto "Chormusik aus drei Jahrhunderten" war ein weiterer Höhepunkt einer Reihe von Veranstaltungen dieses Jubiläumsjahres. Unter der Gesamtleitung von Chorleiterin Susanne Schmid spannten die Chöre des Vereins – Männerchor, Swing Ensemble und Jugendchor – sowie Solisten, ein Bläserensemble und die Band Sam's Piano einen großen und musikalisch anspruchsvollen Bogen auf hohem Niveau.
Der Männerchor eröffnete den Abend mit der gefühlvoll vorgetragenen "Sonntagsseele" (R. Wiesener) und "An die Frauen" (J. Haydn), einem rhythmisch anspruchsvollen Lied. "Bewahret Euch vor Weibertücken" und der "Chor der Priester" – beide aus der "Zauberflöte" (W. A. Mozart) bildeten einen guten Einblick in die klanglichen Gegensätze, die in einem Werk vertreten sein können. Mit dem flott und harmonisch dargebrachten "Das klinget so herrlich" – ebenfalls aus der "Zauberflöte" – beschloss der Jugendchor den ersten Teil der musikalischen Zeitreise – das 18. Jahrhundert.
Mit viel Strahlkraft und abwechslungsreichem Ausdruck präsentierte der Männerchor dann das Jagdlied aus "Der Wildschütz" (A. Lortzing) und führte die Konzertbesucher damit in das 19. Jahrhundert. Das Trinklied aus Lortzing's "Undine" und der "Chor der Landleute" aus "Die verkaufte Braut" (B. Smetana) wurde sehr gefühlvoll und doch mit der hier angebrachten Heiterkeit interpretiert.
Ein kleiner Auszug aus Carl Orff's "Carmina Burana", einem der bekanntesten Werke des 20. Jahrhunderts, stellte weiterhin die Vielfalt und Leistungsstärke des Jugendchors unter Beweis: mit dem 5teiligen "Uf dem Anger" zeigte der Chor, welch breites Repertoire in ihm steckt. Danach bot der nach wie vor personell starke Männerchor mit "In taberna quando sumus" einen chorischen Leckerbissen dar, der durch gekonnte instrumentale Begleitung Glanz auf Publikum und Akteure zauberte.
Das vom Bläserensemble zusammen mit Sam's Piano vorgetragene Instrumentalstück "Sweet Georgia Brown" leitete über auf die "City Songs" (B. Chilcott). Die Stimmungsbilder einer Stadt, seien es Licht und Glas, Beton, Wolkenkratzer oder Straßenverkäufer wurden wiederum vom Jugendchor äußerst präzise und jede Stimmung einfangend präsentiert. Der schwungvoll vorgetragene Titel "Hussars" aus den "Yugoslav Folk-Songs" bildete den Abschluss der Darbietungen des Jugendchors.
Das Swing Ensemble, seit diesem Jahr ebenfalls unter der kompetenten Führung von Susanne Schmid, zeigte in beeindruckender Weise, zu welchen Leistungen die Sängerinnen und Sänger innerhalb von zehn Monaten fähig waren. Gediegen und harmonisch anspruchsvoll wurde zunächst "Lavender's Blue" präsentiert, gefolgt von "Shenandoah" mit einem wunderschönen Bariton-Solo gesungen von Volker Spiegel. Schwungvoll und instrumental hervorragend begleitet brachte das "Swing Ensemble" dann "Can't buy me love" (J. Lennon/P. McCartney) zu Gehör, um im Anschluss daran mit "Insalata italiana" eine kuriose und chorisch anspruchsvolle, aber für die Zuhörer umso vergnüglicher wirkende Parodie auf die Sprache der Musik zum Besten zu geben. Dieser Vortrag wurde durch Soli von Simon Fröstl (Tenor), Volker Spiegel (Bariton/Bass), Veronika Schmid (Alt) und Cornelia Schultes (Sopran) zu einem der Höhepunkte des Konzertabends.
Jazz vom Feinsten stand dann nochmals auf dem Programm. Bläser und Band interpretierten mit "One by one" (W. Shorter) und "Sweet Emma" (N. Adderley) Hard Bop und Soul-Jazz und forderten das Publikum zu wahren Beifallsstürmen heraus.
Den schwungvollen Schlußpunkt setzte das Swing Ensemble mit einem Medley aus dem Musical "A Chorus Line". Durch die souveräne und fein abgestimmte instrumentale Begleitung durch Bläser und Band wurden die Sängerinnen und Sänger geradezu zu Höchstleistungen angespornt. Die zahlreichen Besucher honorierten dies mit großem Beifall und Wolfgang Funk – Vorsitzender des Liederkranzes – bedankte sich am Ende bei allen Mitwirkenden, in erster Linie bei Chorleiterin Susanne Schmid, die die Chöre des Liederkranzes mit viel Engagement leitet, sowei bei den Solisten und Instrumentalmusikern, insbesondere bei Martin Straub, der die Chöre meisterhaft am Klavier begleitet hat. Ein ganz besonderer Dank wurde auch
